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b_150_100_16777215_00_images_nachwuchs_2010-2011_Thueringenliga_2010-11-20_8.ps_tl_abg.jpgGanz an den östlichen Rand Thüringens verschlug uns die Reise am vergangenen Samstag, den 20.11.2010, bei der es um wichtige 2 Punkte zur Distanzierung der Konkurrenz um den Klassenverbleib ging. Auf Grund der langen Fahrtstrecke machte sich die Zweite Mannschaft, diesmal ohne M. Eberhard und S. Conrad, bereits früh gegen 8 Uhr auf den Weg. Nach etwas zu kurzer Vorbereitungsphase ging es 11:00 Uhr gegen den VC Altenburg los.

Im ersten Satz erspielte sich der VfB II eine schnelle und verdiente 12:5 Führung, lässt den Gastgebern aber das Spiel durch Ungenauigkeiten in der Annahme und im Spielaufbau offen. Die bis dahin anhaltende knappe Führung wird beim 19:18 für Altenburg erstmals abgeben. Von da an kippt das Spiel des Suhler Teams völlig. Unkonzentriertheiten erhöhen die Eigenfehler und damit das Punktekonto der Altenburgerinnen. Hinzu kommt, dass die Blocksicherung der Schützlinge von Trainer M. Fritsch nahezu nicht existent ist und man so Punkte regelrecht verschenkt. Obwohl man mehrere Satzbälle Altenburgs erfolgreich abwehrt, lässt sich das Ruder nicht mehr herumreißen und der Satz wird knapp mit 26:28 abgegeben. Trainer Fritsch reagierte auf die Satzniederlage und brachte mit Wechseln im Außenangriff und Zuspiel 2 neue Spielerinnen für den zweiten Satz. Aber selbst diese Maßnahme konnte den Altenburgerinnen nicht den Wind aus den Segeln nehmen, die mit 9:5 in Führung gingen. Erst dann war der Suhler Sechser hellwach auf dem Feld und konnte Mitte des Satzes mit 11:9 in Führung gehen, bevor der Gegner Auszeit nahm. Bezeichnend für die starke Suhler Phase des 2. Satzes war der Punktgewinn zur 10:9 Führung, bei dem das junge Team einen langen Ballwechsel mit viel Kampf und Einsatzwillen für sich entscheiden konnte - die mit Abstand beste Szene aller Akteurinnen des VfB II im bisherigen Spiel. Dann jedoch verfiel man wieder in alte Muster und schenkte dem Gegner mit Fehlern im Angriff, Annahme sowie im Aufschlag Punkt für Punkt, so dass letztendlich verdient 16:25 auch Satz Zwei verloren ging. Der dritte Satz schien dann eine klare Angelegenheit für Suhl zu werden. Nach deutlichen 7-Punkte-Führungen (9:2, 15:8, 22:15) über den kompletten Satz verteilt und einer kleinen Schwächephase, hatte man beim Spielstand von 24:21 die Möglichkeit mehr als nur 3 Sätze zu spielen. Doch dann begann wieder das große Nervenflattern der Suhler Mädels. Altenburg drehte den Satz und hatte selbst Matchball. Unbehelligt davon, war es wieder unser Team, welches beim 26:25 nur den einen Punkt zum Satzgewinn benötigte, doch unerklärlicherweise schafft es die Mannschaft nicht diesen letzten Punkt zu erzielen und die Leistung des Satzanfangs abzurufen. Mit 29:27 konnte Altenburg auch den dritten Satz und somit das Spiel 3:0 für sich entscheiden.

Ratlos, enttäuscht und traurig sah man die Suhlerinnen, immer noch ungläubig, schon wieder einen sicher geglaubten Satz auf solch eine Art und Weise zu verlieren. Doch zeigt dies vor allem wieder, dass in der Thüringenliga keine Mannschaft unterschätzt und jede Unachtsamkeit sofort bestraft werden kann. Ähnlich wie in Ilmenau fehlte es an kämpferischem Einsatz um jeden Punkt. Viel Zeit bleibt Team und Trainer allerdings nicht. Schon am kommenden Samstag geht die Reise nach Gebesee. Dort sinnen die Gastgeber sicherlich auf Revenge. Haben sie sich doch zuletzt in Suhl unseren Mädels geschlagen geben müssen.

Es spielten: J. Seelig, S. Menz, L. Schmidt, C. Schriever, E. Maschke, J. Haspel, S. Schön, S. Blaufuß, D. Pfannschmidt