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Lautstarker Applaus, stehende Ovationen und lachende Gesichter zeigten sich in der Sporthalle Aue II kurz nach 15 Uhr. Genau 15:06 Uhr konnte der Matchball verwandelt werden und nicht nur die ersten Sätze - nein - die ersten Punkte verbuchten die jungen Suhlerinnen auf der Habenseite. Nervenstärke im Tiebreak sicherte ihnen schon letzte Saison den Aufstieg und scheint auch diese Saison wieder ein wichtiger Bestandteil zu werden. Mit 3:2 gewann Suhl II gegen Erfurt. Im Anschluss zollten die Mädels aber ihren schwindenden Kräften Tribut und unterlagen dem Schmalkaldener VV mit 0:3.

Mit allen Spielerinnen an Bord gingen die Suhlerinnen hoch motiviert in die Begegnung. Die Erfurterinnen, mit geballter Erfahrung aus zum Teil ehemaligen Zweit- und Regionalligaspielerinnen, spulten recht routiniert ihre Spielzüge ab. Das schnellere und druckvollere Spiel blieb aber in den Händen der Heimmannschaft. So sicherten sich die Suhlerinnen verdient den 1. Durchgang mit 25:23. Eng ging es auch im Zweiten zu. Beim Stand von 8:9 der frühe Schock - A. Habelt musste verletzungsbedingt ausgewechselt werden. Dem Rückstand hinterherlaufend, versuchte Suhl ins Spiel zu finden. Mit 22:25 ging der 2. Satz aber dann verloren. Führung, Ausgleich und Rückstand prägten den nächsten Satz. Spannung pur für Spielerinnen und Fans. Denkbar knapp gewannen die Suhlerinnen, vor allem durch den größeren Druck im Angriff und Aufschlag, den 3. Durchgang 27:25. Ähnlich verlief auch der 4. Satz, doch schien stets Suhl leicht Vorteile zu haben. Bei 24:23 der 1. Matchball der Saison. Er blieb ungenutzt. Zwei Fehler dazu und Punkte für die Postdamen und es stand 2:2 nach Sätzen. Lautstarke Motivationsrufe von der Bank und den Fans trieben die Suhlerinnen von Beginn des Tiebreaks an. Die bessere Konstellation auf dem Feld und das konsequentere Spiel sicherten den Mädels aus Suhl letztendlich den verdienten 15:12 Satzerfolg und damit das 3:2. Euphorie und Freude auf und um das Feld machten deutlich, wie groß dieser unerwartete Sieg wog. Nach kurzer stärkender Pause folgte dann das Zweite Spiel gegen Schmalkalden. Ein paar Umstellungen im Suhler Spiel verjüngten das Team zusehends. Unsicherheiten prägten die Spielzüge. Schmalkalden konnte daraus aber wenig Profit schlagen. Mit 22:25 ging der 1. Satz dann aber doch an die Gäste. Die Wechsel im zweiten Satz kamen zu spät. Zerfahren und unsicher wirkte das Suhler Spiel. Die Konzentration ließ nach. Die 5 nervenaufreibenden und kräftezehrenden Sätze gegen Erfurt machten sich bemerkbar. Dies nutzten die Schmalkalderinnen nun konsequenter und gewannen klar mit 25:13. Umgestellt im nächsten Satz begann Suhl wieder besser. Sichere Annahme und konzentrierter Spielaufbau brachten Suhl über 13:8 und 17:10 in Front. Eine Serie von 6 Punkten der Gäste brach das dünne Eis und damit auch den Lauf und den Widerstand der erschöpften Suhlerinnen. Mit 25:23 und 3:0 siegten die Gäste und kurz nach 17 Uhr war der 1. Heimspieltag der 2. Mannschaft des VfB 91 Suhl in der Thüringenliga beendet.

Mit einem Sieg und einer Niederlage fällt das Fazit positiv aus. Starkes Spiel und druckvolle variable Aktionen im Angriff prägten die Spielzüge der Heimmannschaft. Schon am nächsten Wochenende wartet aber die nächste große Herausforderung. Beim ungeschlagenen Spitzenreiter HSV Weimar treten unsere Mädels wohl nur mit Außenseiterchancen an. Wir werden sehen, wie gut der verletzungsbedingte Ausfall kompensiert werden kann. Für alle Interessierten und Fans besteht auch wieder die Möglichkeit im Bus mitzufahren. Für 5 Euro geht es 11 Uhr am Busbahnhof los. Wir danken allen Fans und fleißigen Helfern für ihre Unterstützung.

Es spielten: J. Seelig, S. Menz, M. Eberhard, L. Schmidt, C. Schriever, E. Maschke, A. Habelt, J. Haspel, S. Schön, D. Pfannschmidt