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 - Lina Straube ebnete mit vielen Punkten in Aufschlag und Angriff den Weg zum Erfolg -

Die dritte Mannschaft des VfB 91 Suhl absolvierte die erste Punktspieletappe in der Landesklasse ohne Punktverlust! Auch beim schweren Auswärtsspieltag in Sonneberg gegen den Sonneberger VC II sowie Wartburgstadt Eisenach konnten alle sechs Punkte eingefahren werden.

Doch am 27.09.2014 zeigte Suhl III zwei Gesichter: Gegen Sonneberg ein sehr starke und konzentrierte Leistung. Gegen Eisenach kopflos und gedanklich abwesend. Mit Glück und einer späten Steigerung konnte aber auch hier der etwas unverdiente Punktedreier gesichert werden. Mit nun 18 Punkten - dem Maximum - geht man auf Platz Eins in die längere Herbstferienpause.

Gegen Sonneberg zeigte sich schnell das erwartet schwere Spiel, das der Gastgeber die ersten beiden Sätze mit vielen Emotionen und Leidenschaft führte. Die jungen Suhlerinnen blieben auch nach dem 0:5 Start im ersten Durchgang cool und sicherten sich mit einer bärenstarken Leistung souverän 25:17 den Satzsieg. Von Beginn an wurde der zweite Satz dominiert; in einer Phase, als die Sonneberginnen etwas die Oberhand zu gewinnen schienen (18:17), brachte Trainer Tim Berks mit Stefanie König auf Außen einen neuen Impuls im Angriff, der sich mit dem 25:21 bezahlt machte. „Hinter der Grundlinie war wenig Platz, um wie gewohnt aufzuschlagen. Daher haben wir uns entschieden, etwas weniger Risiko zu gehen und lieber taktisch Aufschläge zu machen. Wir haben uns vom Trainer anzeigen zu lassen, wohin wir aufschlagen sollen, er hatte damit oftmals die richtige Spielerin für uns rausgesucht“, frohlockte Ersatzkapitänin Anna Ball, da Laura Orban kurzfristig erkrankt war. Eine gute Entscheidung. Während sich die Aufschlagfehler bei Sonneberg häuften, konnten die VfBlerinnen mit vielen direkten Punkten im Service in Satz zwei und auch drei für schnelle Führungen sorgen. „Durch die 2:0-Satzführung hatten wir Sonneberg den Wind aus den Segeln genommen und die Zuschauer leise gestellt“, war Berks zufrieden, somit war das 25:16 und der 3:0 Sieg zum Schluss nur noch Formsache.

Gegen Eisenach trotz des 25:12 im ersten Satz bereits Unzufriedenheit beim Trainer, das unpräzise und unkonzentrierte Spiel mündete dann in Satz Zwei im 18:25 Satzverlust. Trotz Steigerung im Spiel fehlte der letzte Biss und die nötige Fokussierung auch im dritten Satz, auf gute Aktionen folgten wieder mehrere Eigenfehler. Als es beim 19:23 fast schon zu spät war, wachte Suhl auf. Lisa Hoffman mit einer Aufschlagserie sowie Lina Straube am Netz sicherten doch noch den Satz mit 25:23. Der erste Punktverlust der Saison war abgewendet – bei 2 gewonnen Sätze gibt es einen Punkt – dann passierte ein großer Fauxpas: Mit der Ansage, genauso zu starten, wie der Vorsatz beendet wurde, stellten sich die Suhlerinnen falsch auf die Platte „Ich muss nicht ständig auf Einzelne aufpassen, dass sie richtig ins Feld gehen, sondern hatte mit den Wechselspielerinnen mögliche Optionen durchgesprochen, dann stand unsere falsche Aufstellung schon im Protokoll. Pech gehabt, aber das spiegelt unsere fehlende Geistesfrische im ganzen Spiel wider“, ärgerte sich der Trainer kurz, arbeitete dann aber akribisch an Lösungen mit seinem Team. „Glücklicherweise standen Zuspielerin und Diagonale richtig, somit waren nur die Mittelblocker und Außenangreifer vertauscht, also mussten die beiden Mitten jetzt auf Außen angreifen und die Außenangreifer in der Mitte klar kommen. Das hat dann super geklappt! Bei uns müssen alle alles können, dass wir damit richtig fahren und es auch tatsächlich so klappt, zeigt der 25:17 Satzerfolg.“ Mit 3:1 war auch das sechste Spiel in Folge gewonnen, dennoch die bisher schwächste Leistung der Suhlerinnen, die vor allem Kopfsache war und damit die positive Leistung des ersten Spiels schmälert. Jetzt gilt es die Akkus wieder aufzufüllen und ab November weiter erfolgreich zu sein


VfB III: A. Ball, F. Zastrow, L. Straube, L. Hofmann, I. Haferung, S. Tauchert, A. Hartung, S. König, N. Wadasz