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Aufsteiger in die 4. Liga - VfB Suhlie zweite Mannschaft des VfB 91 Suhl hat den Aufstieg in die vierthöchste deutsche Spielklasse realisiert und wird nächste Saison in der Regionalliga-Ost spielen können. Dank des Verzichts zweier Teams aus Sachsen ist die "Zweite" als Nachrücker in der höheren Spielklasse startberechtigt.

Nach dem zweiten Platz in der Thüringenliga – der höchsten Spielklasse im Freistaat – wurde Mitte April die Aufstiegsrelegation gegen den ebenfalls mit Aufstiegsambitionen behafteten TSV Zschopau eindrucksvoll gewonnen. „Sowohl in Hin- als auch Rückspiel haben wir gezeigt, dass wir reif sind für einen Startplatz in der Regionalliga“, hoffte Trainer Mathias Fritsch auf das Nachrücken in die höhere Spielklasse. Unter großem Jubel konnte Auswärts mit 3:1 der Grundstein für den Erfolg gelegt werden, der mit dem 3:0 Heimsieg sozusagen vergoldet wurde, aber keine Gewissheit brachte.

„Mit dem Rückzug des SSV Fortschritt Lichtenstein vor einigen Wochen war dann unser Nachrücken fast schon beschlossene Sache, durch gute Kontakte sind wir von den Verantwortlichen zügig informiert worden“, fügt Trainerkollege Tim Berks hinzu.

Aber auch die Zschopauerinnen können sich auf die Regionalliga freuen. Denn neben den Lichtensteinerinnen hat auch der Dresdner SC 1898 II beschlossen, das Startrecht für die kommende Saison nicht wahrzunehmen und macht somit einen weiteren Platz frei. In der kommenden Spielzeit  wird es dann spannende Derbys mit Erfurt oder Meiningen in Thüringen geben, aber auch auf hochklassige Duelle mit den L.E. Volleys aus Leipzig oder dem Ex-Bundesligaclub Chemnitzer PSV freut man sich in der Volleyballhochburg Suhl. „Umsonst waren die Relegationsspiele trotzdem nicht, da wir bei lediglich einem Rückzug die ersten Nachrücker gewesen wären und auch mal einen Vergleich mit der Sachsenliga und dem Niveau dort machen konnten, um unsere Arbeit zu überprüfen.“, meint Fritsch, der den Aufstieg als "weiteren wichtigen Schritt in der Nachwuchsarbeit" der Südthüringerinnen sieht. Passenderweise konnte die dritte Mannschaft durch den Meistertitel in der Landesklasse-Süd Schritt halten und wird ab September ebenfalls eine Liga höher starten. Die Verbandsliga-Süd ist die zweithöchste Klasse in Thüringen und soll die Talente vom Kleinfeld an das große Feld mit sechs Spielerinnen gewöhnen und für höhere Aufgaben vorbereiten - dieser nächste Schritt ist aus Sicht des VfB Suhl glücklicherweise dann die Regionalliga.

Höhere Spielbetriebskosten erfordern Partner

Der Suhler Nachwuchsvolleyball erlebt mit den Aufstiegen und dem tollen Abschneiden bei der deutschen Meisterschaft der U14 (5. Platz) weitere Höhenflüge, die trotz der weniger optimalen Bedingungen im Vergleich mit dem Sportgymnasium Erfurt aus eigener Kraft realisiert werden konnten. Doch dazu gehören verlässliche Sponsoren und Partner, die der Nachwuchs mit der Rhön-Rennsteig Sparkasse und 50Hertz Transmission GmbH als Hauptsponsoren hat und durch viele kleine Nachwuchsförderer aus der Region ergänzt. Der betriebene Aufwand in Suhl lässt sich nur über das Hauptamt bewerkstelligen, die sportlichen Erfolge gehen auch mit höheren Kosten einher. Allein die Absicherung der Fahrtkosten im Ligabetrieb durch Thüringen und Sachsen belaufen sich auf einen fünfstelligen Betrag. Der Verein ist daher weiterhin auf der Suche nach Partnern und Unterstützern.