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Erfolgreiche Relegation VfB II - ZschopauMit 3:1 und 3:0 kann sich die zweite Mannschaft des VfB 91 Suhl in der Aufstiegsrelegation für die vierthöchste deutsche Spielklasse gegen den sächsischen Vertreter vom TSV Zschopau durchsetzen. Sicher ist der Aufstieg in die Regionalliga Ost nicht, dennoch verdichten sich die Zeichen, dass der VfB Suhl nächste Saison in der dieser aufschlagen kann.

Grundstein mit Auswärtssieg in Zschopau gelegt

Am Samstag fand die erste der beiden Relegationspartien in Zschopau statt. Unter tollen Rahmenbedingungen konnte der Gastgeber aus Sachsen den ersten Durchgang klar 25:15 gewinnen. Die Suhlerinnen brauchten zu lange, um den Respekt und die Nervosität in ungewohntem Umfeld vor gut 120 Zuschauern abzulegen. Mit Umstellungen, M. Eberhard für L. Kälber und J. Becher für M. Schröder, gelang ein guter Start in den zweiten Satz. Trotzdem glichen die Satzzwischenstände einer Berg- und Talfahrt. Suhler Punkteserien wurden kurz darauf leichtfertig wieder verspielt. Bei 19:19 ging es aber steil nach oben und das Paradeelement Aufschlag funktionierte wieder auf Seiten des VfB – 25:20 und Satzausgleich. „Im Nachgang muss man sagen, fällt die Spielentscheidung im dritten Satz, die tolle Aufholjagd bricht die Moral der Erzgebirglerinnen“, kommentierte Trainer Mathias Fritsch einen verrückten dritten Satz. Viel Aufwand in Abwehr und Annahme wurden im Angriff mit zu leichten Fehlern unbelohnt gelassen. Das zwischenzeitliche 17:10 schien das Pendel Richtung Drittplatzierten der Sachsenliga ausschlagen zulassen. Doch die Nachwuchsspielerinnen vom Domberg kämpften sich unnachahmlich zurück und erkämpften sich mit 26:24 die Satzführung. Durchgang vier wurde von Beginn an dominiert und sicher geführt. Mit 25:16 war der von den mitgereisten Suhler Anhängern frenetisch gefeierte Auswärtssieg perfekt und damit eine wichtige Grundlage für den Gesamterfolg.

Klares 3:0 in Suhl macht Erfolg perfekt

Am Sonntag hätten in der heimischen Sporthalle „Reinhard Heß“ damit zwei gewonnene Sätze für den Gesamtsieg gereicht, da bei einem Unentschieden nach Siegen die Anzahl der gewonnen Sätze zur Findung des Siegers entscheidend waren. Doch schnell war klar, dass der VfB mit dem Heimvorteil im Rücken vor gut 70 lautstarken Zuschauern mehr als nur zwei Sätze gewinnen will. Der sichere 25:19 Satzgewinn zum Auftakt verdeutlichte das auch gleich. Endgültig wurde es nach 23 gespielten Minuten im zweiten Satz. Das hohe und souveräne 25:16 machte den zweiten und damit vorentscheidenden Satzgewinn perfekt. Die VfBlerinnen waren dennoch weiter erfolgshungrig, beide Seiten nutzten die Chance, allen Spielerinnen Einsatzzeiten zu ermöglichen. Das erneute 25:19 ließ den Lärmpegel in der Suhler Aue noch einmal mächtig steigen. Mit großem Applaus und stehenden Ovationen wurden die erfolgreichen VfB-Spielerinnen und Verantwortlichen für eine starke Saison mit krönendem Abschluss geehrt.

Happy End schon bald gewiss?

Aus Kreisen der Volleyballszene Sachsens ist zu hören, dass neben Lichtenstein auch der Chemnitzer PSV Überlegungen hegt, die Mannschaft nicht mehr in der Regionalliga starten zu lassen. Dennoch ist noch nichts gewiss. Auch aus Thüringen gibt es noch keine eindeutigen Entscheidungen. Auch ein mögliches Szenario: Suhl und Zschopau steigen beide auf. Fortsetzung folgt…  

VfB Suhl II: S. Peter, A. Habelt, C. Schriever, S. Conrad, M. Oeltermann, M. Schröder. K. Lenz, J. Becher, V. Vestner, L. Kälber, S. Tauchert, M. Eberhard