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VfB zu Gast beim Erfurter VCNach dem Tiebreaksieg über den Erfurter VC im TVV-Pokal musste unsere zweite Mannschaft ihr letztes Thüringenliga-Pflichtspiel ebenfalls gegen die Damen des EVC bestreiten. Nun heißt es auf die Entscheidung aus Gera warten und ggf. in der Aufstiegsrelegation eine möglichst gute Position für einen Startplatz in der Regionalliga-Ost zu erspielen.

Die zweite Pokalrunde des Thüringer Volleyball-Verbandes am 15.03. bescherte den Spielerinnen von VfB 91 Suhl II eine Auswärtsreise nach Erfurt. Gegen die Konkurrenz aus der Thüringenliga, Schmalkalder VV und den letzten Pflichtspielgegner Erfurter VC, galt es nach zwei Wochen Pflichtspielpause den Rhythmus für die kommenden Aufgaben in Landes- und Regionalfinals wieder aufzunehmen und zu testen. Gegen Schmalkalden musste das krankheitsbedingt stark ersatzgeschwächte und aus der dritten Mannschaft verstärkte Suhler Rumpfteam im zweiten Spiel eine klare 0:3 Niederlage einstecken. Erfreulich war der Test für den Ernstfall gegen den Erfurter VC, da dieser 3:2 gewonnen wurde.

Gegen eben jenes Team ging es am 21. März beim letzten Aufgalopp in der Thüringenliga.Bereits sicher auf Platz zwei, galt es sich noch einmal gut aus der Saison 14/15 zu verabschieden. Leider zeigten die Fritsch-Schützlinge zu selten gelungene Aktionen. Viele Fehler in Angriff und Annahme ebneten dem Erfurter VC den wichtigen 3:0 Erfolg, der den Klassenerhalt bedeutete. „Wir waren heute nicht mehr mit der allerletzten Konsequenz und Zielstrebigkeit in unseren Aktionen auf Feld. Das ist ärgerlich, aber ist schwer aus den Köpfen zu kriegen, wenn man seit vier Wochen weiß, nach oben oder unten passiert nichts mehr“, war Trainer Mathias Fritsch nicht zufrieden mit dem Abschluss, wohl aber mit dem Saisonergebnis. „Das ist seit dem Aufstieg 2010 unsere beste Saison. Wir wollen in der Relegation nochmal alles geben und hoffen nächste Saison in der Regionalliga aufschlagen zu können.“

Gegen die Erfurter Gastgeberinnen brauchte es aber eineinhalb Sätze, bis die Suhlerinnen überhaupt auf Betriebstemperatur waren. Mit 17:25 war der Satz schnell vorbei und mit vielen Suhler Eigenfehlern behaftet – andernfalls stand der Erfurter Block im Weg. Erst Mitte des zweiten Satzes wachten die Suhlerinnen auf. Aufschläge von Maxi Eberhard sorgten für Aufwind, die Aufholjagd endete aber bei 19:25. Spannend und endlich mit nötigem Biss zeigte sich in Satz drei ein Duell auf Augenhöhe. Dem sicheren Suhler Spielaufbau stand bedingungsloser Abstiegskampf in Block und Feldabwehr gegenüber. Aber auch die Suhlerinnen nahmen den Kampf an und auf Schreibertische und Mannschaftsbänke keine Rücksicht. Mit 25:23 hatten die Damen vom Erfurter VV aber das bessere Ende für sich und entkommen so knapp dem Abstieg. Den Gang in die Oberliga muss nun etwas überraschend der SVC Nordhausen antreten.  

Der Blick in Suhl ist bereits seit einiger Zeit nach Gera bzw. auf die Aufstiegsrelegation am 17. Und 19 April gereichtet. Falls der Geraer VC II sein Aufstiegsrecht nicht wahr nimmt, wäre ein direkter Aufstieg der zweiten VfB-Mannschaft in die Regionalliga-Ost möglich. In der Relegation mit den zweit- und drittplatzierten aus der Thüringen- sowie der Sachsenliga würde lediglich die Aufstiegsrangfolge für eventuelle Nachrückerfälle ermittelt. Es bleibt abzuwarten, ob das Erreichen des Saisonziels dann auch noch für die Dombergstädterinnen ein großes Happy-End bereithält.

VfB II: S. Peter, C. Schriever, S. Conrad, M. Oeltermann, M. Schröder, J. Becher, V. Vestner, L. Kälber, M. Eberhard