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Wie im Hinspiel: Heißer Kampf zwischen Suhl II und GeraEs wurde das erwartete Topspiel in der Thüringenliga am vergangenen Samstag (17.01.). Der Tabellenzweite aus Suhl empfing den ungeschlagenen Spitzenreiter Geraer VC II zum direkten Duell. Die „Zweite“ des VfB 91 Suhl startete super in den ersten Satz und konnte lange führen. Beim 20:17 schien der Satzgewinn greifbar nah.

Leichte Fehler in Annahme brachten Gera aber wieder zurück ins Spiel und wurden eiskalt bestraft. Mit 22:25 wurde es am Ende bitter, da mehr möglich war. „Fünf Aufschlagfehler sind am Ende zu viel“, resümierte Trainer Fritsch und sprach seinem Team Mut zu, weiter selbstbewu0ßt zu agieren. Das gelang im zweiten Durchgang durchaus. Mit weniger Aufschlagfehlern, der starken V. Vestner im Mittelblock und sehr guten Aktionen aus dem Hinterfeld von M. Oeltermann gelang es die Geraerinnen noch mehr unter Druck zu setzen. Dass auch der Tabellenführer nicht unverwundbar ist, zeigte der verdiente 25:20 Satzgewinn für die Suhlerinnen. Doch leider brachte das die VfBlerinnen etwas aus dem Tritt. Unruhig am Ball werden unglückliche und unnötige Fehler zu einfachen Punkten für Gera. Auch wenn die Moral und der Kampf, reicht dies am Ende gegen solch einen Topgegner nicht mehr ganz. Mit 23:25 aus Suhler Sicht ging der Geraer Gast wieder in Front. Gleiches Bild im vierten Satz. All der Einsatz, Wille und Kampfgeist wurde nicht mit einem erneuten Satzgewinn für Suhl belohnt. Das 22:25 war die Entscheidung für den Geraer VC, die weiterhin ohne Punktverlust bleiben. Fazit für die VfBlerinnen: In beiden Saisonspielen gegen Gera konnte man den Favoriten absolut ärgern und ist so nah wie kein zweites Team an einem Punktgewinn gegen die Ostthüringerinnen dran. Wie schon im Hinspiel sind es knappe und enge Sätze, die aber nichts Zählbares erbringen. Mit einer starken Mannschaftsleistung erspielte man sich aber den Applaus der anwesende Fans und Eltern für ein Spiel auf sehr hohem Niveau. 

Im zweiten Tagesspiel gegen den USV Jena dann ein ganz anderes Bild: Trotz weniger guter Leistung und mehr Krampf als Spielwitz, gelang dennoch ein 3:0 Erfolg, der für das Geschehen in der Tabelle  äußert wichtig war. Viele leichte Eigenfehler über die ersten beiden Sätze machten das Volleyballleben gegen den USV schwer. Gerade im Aufschlag zeigten sich die Suhlerinnen nach dem nervenaufreibenden Spiel gegen Gera angekratzt. Am Ende der Sätze konnte man sich aber über die spielerische Klasse durchsetzen und mit 25:19 und 25:21 gewinnen. Die 2:0 Satzführung wirkte wie eine kleiner Befreiungsschlag und, wodurch im dritten Durchgang wieder dominanter und souveräner gespielt wurde. Sehenswerte Angriffs- und Abwehraktionen brachten den 25:17 Erfolg und damit drei weitere Punkte in der Tabelle. „Auch wenn uns die Kraft am Ende ganz schön ausging, so konnten wir über unsere Klasse und Sicherheit das Spiel für uns entscheiden. Ein absoluter Arbeitssieg, der nicht immer schön anzusehen, aber enorm wichtig war“, zeigte sich M. Fritsch mit dem Heimspielausgang nicht unzufrieden. Am kommenden Samstag (24.01.) gastiert Suhl II in Weimar beim Schlusslicht HSV Weimar II. Ein ebenso schweres Spiel wie gegen Jena scheint vorprogramiert. Der Ausgang ist dann hoffentlich ähnlich positiv.

VfB II: S. Peter, C. Schriever, S. Conrad, L. Oeltermann, M. Schröder, K. Lenz, V. Vestner, L. Kälber, A. Habelt