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Im Altersbereich U14 wird noch nicht auf dem großen Feld 6-gegen-6 gespielt, bei einer Netzhöhe von 2,15m und einem verkleinerten Feld von 7x14m stehen sich vier Mädchen pro Team gegenüber. Eigentlich umfasst eine Mannschaft sechs bis gar acht Spielerinnen, um Wechselmöglichkeiten und Alternativen zu haben. Am vergangenen Sonntag reiste das U14-Team des VfB 91 Suhl aber nur zu viert nach Erfurt ans Sportgymnasium an!


"Keine Einwechselspielerinnen zu haben ist natürlich immer ein Risiko, falls doch mal was passiert oder eine Spielerin bei den langen Turniertagen am Ende platt ist", weiß Trainer Mathias Fritsch, dennoch mussten sich Joan Müller, Vanessa Riechert, Sarah Straube und Anna-Lena Krenz durch die fast 6stündige 1. Vorrunde der Landesmeisterschaft kämpfen. Am Ende ging das Experiment der Suhlerinnen, die vor allem krankheits- und verletzungsbedingt auf ihre Mitspielerinnen verzichten mussten, dennoch gut. Fast schon zu gut! Die Suhler Dominanz in der Altersklasse U14 scheint auch dieses Jahr auf Landesebene wieder nur schwer zu brechen sein.
Mit klaren 3:0 Siegen in der Vorrunde gegen den Geraer VC (25:5, 25:20, 15:3) und den Schmalkalder VV (25:5, 25:9, 15:12) konnte sich für die finale Gruppenphase mit SWE Erfurt und VC Gotha qualifiziert werden. Aber auch dort vermag im Moment keiner die Suhlerinnen wirklich in Bedrängnis zu bringen. So wurde gegen Gastgeber Erfurt (25:15, 25:16) ebenso wie gegen Gotha (25:13, 25:15) klar mit jeweils 2:0 gewonnen. "Im Moment sieht es so aus, als könnten wir uns nur selber schlagen oder wir können nicht mit vier Mädels kommen. Das soll aber nicht passieren, auch wenn Tabea Conrad, eine der Langzeitverletzten, an der Seitenlinie als Co-Trainer auch einen ausgezeichneten Job machte", schmunzelt Fritsch.

Die 2. Vorrunde der U14 findet am 2. November statt. Wie viele VfBlerinnen dann auf Reisen gehen, ist ebenso unklar, wie der Spielort. In Gera steht keine Halle zur Verfügung, eine Ausweichmöglichkeit ist aktuell noch nicht gefunden.