Artikel

Lina mit mehr Einsätzen auf Außen in der Thüringenliga

Am Samstagmorgen machte sich die Zweite auf den Weg zu ihrem Auswärtsspiel ins weit entfernte Nordhausen. Trotz des Fehlens mehrerer Spielerinnen und des Trainers Mathias Fritsch wollte man die Chance nutzen und sich weiter von den unteren Plätzen absetzen. Zu Beginn des Duells gegen den Tabellennachbarn vom SVC fand die Mannschaft schwer ins Spiel.

Man präsentierte sich ungewohnt unbeweglich in Annahme und Abwehr. Dies führte dazu, dass man schnell mit 1:8 zurück lag. Auch eine frühe Auszeit durch Interimscheftrainer Kevin Linz konnte die Mädels nicht zum Aufwachen bewegen. Man hatte den Start schlichtweg verschlafen. Erst nach der zweiten genommenen Auszeit, beim Stand von 4:14, stabilisierte sich das Spiel der Gäste. Dennoch musste man diesen Satz klar mit 15:25 abgeben. Nach deutlichen Worten in der Satzpause und der Einstellung des Teams, nun von Beginn an präsent sein zu wollen, starteten die Suhlerinnen in den zweiten Satz. Doch auch in diesem konnte das Team sein Potential nicht ausschöpfen. Die Gastgeber bauten durch starke Aufschläge Druck auf und konnten sich schnell einen Vorteil erspielen. Anders als im ersten Satz ließ man den Gegner aber nicht davonziehen. Durch starke Aufschlagserien von Vestner, Schriever und Peter kämpfte man sich zurück und zwang den Gegner zu Auszeiten. Am Ende jedoch reichte diese Aufschlagstärke nicht aus und auch der zweite Satz ging mit 18:25 an Nordhausen. "Noch eine Schippe drauflegen", hieß nun das Motto für den dritten Satz. Dies setzten die Mädels vom Domberg hervorragend um. Erinnert an die eigene Stärke, war man dem SVC nun in allen Bereichen überlegen. Vor allem Außenangreiferin Oeltermann punktete in dieser Phase fast nach Belieben. Schnell führte die Mannschaft mit 20:12, wodurch mit Lina Straube ein junges Talent auf Außen ebenfalls zu Einsatzzeiten kam. Verdient gewannen die Suhlerinnen diesen Satz mit 25:18. Geschlagen geben wollte man sich jetzt erst recht nicht. Es galt den vierten Satz zu gewinnen und den Tiebreak zu erzwingen. Bis Mitte des Satzes konnte man gut mithalten. Doch plötzlich klappte kaum noch eine Annahme. Die Nordhäuserinnen nutzten dies zu einer langen Aufschlagserie und machten den Sack zu.

Endstand 1:3 „Da war heute mehr drin“, fasste Linz zusammen. Hätten die Suhlerinnen ihre Möglichkeiten von Beginn an genutzt, wäre der ein oder andere Punktgewinn mehr möglich gewesen. Doch alles kein Grund den Kopf hängen zu lassen. Vor allem der dritte Satz macht Mut und lässt auf weitere Punkte für das Suhler Konto hoffen.