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Im Nachholspiel und gleichzeitig letzten Pflichtspiel der 2. Mannschaft des VfB 91 Suhl im Jahr 2013, galt es beim Aufsteiger des 1. VSV Jena '90 eine Reaktion auf die Schlappen der Vorwoche zu zeigen. Gegenüber dem "rabenschwarzen Heimspieltag" gegen Gotha und den Volley Juniors Thüringen zeigten sich die jungen Suhlerinnen kämpferisch und spielerisch wieder im Aufwärtstrend, konnten sich aber letztendlich noch nicht mit Erfolg belohnen.

Mit einem Altersdurchschnitt von 16,2 Jahren bot Trainer Mathias Fritsch sein jüngstes Aufgebot seit dem Aufstieg in Thüringens höchste Spielklasse auf. Dass die jungen VfBlerinnen noch Fehler machen und das sportliche Handlungsniveau in dieser Liga in einigen Situationen noch viel zu schnell ist, nimmt der Coach aber bewusst in Kauf: „Die jungen Mädels müssen spielen und Erfahrung auf diesem Level sammeln, wir sind nun mal die erste Ausbildungsmannschaft des Vereins.“
Dem gut eingestellten und sportlich zuletzt sehr erfolgreichen Aufsteiger aus Jena musste man dann im ersten Satz auch gleich mit 12:25 Tribut zollen. Doch im Vergleich zur Vorwoche raffte sich das Team auf und gab nicht klein bei. Da war sie, die von Trainer Fritsch geforderte Reaktion. Immer sicherer im eigenen Spielaufbau über eine stabile Annahme, die von Libera Selina Conrad sehr gut organisiert wurde, konnten die Angreiferinnen stets variabel eingesetzt werden. Dabei hinterließ auch Lina Straube bei ihrem Thüringenligadebüt einen bleibenden Eindruck. Die Suhlerinnen erspielten sich 3 Satzbälle im zweiten Durchgang, konnten aber unglücklicherweise keinen nutzen. Nach langen und spannenden Ballwechseln hatte Jena mit dem ersten eigenen Satzball das bessere Ende beim 26:24 für sich. Noch enttäuscht vom knappen und unglücklichen Ausgang, musste Suhl die Damen vom VSV Jena in Satz 3 frühzeitig in Führung gehen lassen. Doch auch hier gaben sie sich nicht auf und kämpften sich zurück in die Partie, mussten beim 16:25 aber anerkennen, dass trotz guten Volleyballs für einen Sieg noch mehr Konstanz im eigenen Spiel nötig ist.

„Ich bin zufrieden mit unserem Spiel und mit der Reaktion auf unsere Niederlagen zuletzt. Wir werden den Weg mit den jungen Wilden weiterhin gehen, ihnen gehört die volleyballerische Zukunft in diesem Team“, fand Fritsch ein Fazit nach dem letzten Spiel in diesem Jahr und macht deutlich den Jugendstil weiterhin zu forcieren.

Zunächst hat die „Zweite“ aber über die Weihnachtstage und den Jahreswechsel frei und die Möglichkeit, physisch und mental die Akkus für die anstrengenden Wochen in 2014 zu füllen. Am 18. Januar heißt es dann „auf ein Neues“ in der Suhler Wolfsgrube, wenn beide Teams aus Jena, der VSV Jena '90 sowie der USV Jena den eingeschlagenen Weg der Thüringenliga auf den Prüfstand stellen.

Bis dahin wünscht das Team um Kapitänin Vanessa Vestner sowie die Trainer allen Familien, Helfern und Unterstützern eine besinnliche Weihnachtszeit und einen guten Rutsch in ein hoffentlich erfolgreiches neues Jahr!

Es spielten: S. Peter, M. Eberhard, F. Zastrow, C. Schriever, S. Conrad, L. Straube, M. Oeltermann, J. Becher, L. Kälber