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Nach dem 3er am 2. November beim Heimspiel in der Suhler "Reinhard Heß"-Sporthalle sicherten sich die Talente der Thüringenligavertretung des VfB 91 Suhl auch am vergangenen Samstag die maximale Punktausbeute gegen die Damen des Schmalkalder VV. Die von zahlreichen Ausfällen gebeutelten Hausherrinnen wehrten sich diesmal aber deutlich mehr. Trotz des hohen kämpferischen Einsatzes setzte sich die Klasse der "Zweiten" am Ende, wenn auch glücklich, beim 3:1 Auswärtssieg durch.

Diesmal von Beginn an gingen die Gäste aus Suhl konzentriert ins Spiel. So gelang der Spielaufbau aus einer stabilen Annahme heraus. Mit konsequentem Abschluss erspielten die Schützlinge unter den Augen des Cheftrainer Mathias Fritsch eine gesicherte 7-Punkteführung, die zum Satzfinale ausgebaut wurde. Mit 25:16 ging Suhl in Führung. Der Start war geglückt und im 2. Satz sollte es so weiter gehen. Doch nun schlich sich Ungeduld und Hektik ins Gästespiel. Kämpferisch in Abwehr entschärfte Schmalkalden die guten Suhler Angriffe, was zu unüberlegten Abschlüssen in Angriff oder ungewohnter Hektik am Netz führte. Bis auf die sehr gute Annahme gelang Suhl keines der anderen Elemente ausreichend zu stabilisieren, was zum 20:25 Satzverlust führte. Mit Satzwechsel kamen Katja Lenz und Juliane Becher ins Spiel, was für mehr Sicherheit und ab Mitte des 3. Satzes für den kontinuierlichen Ausbau der Gästeführung sorgte. Mit 25:15 gelang durch die zurückgewonnene Spielstärke ein klarer Satzerfolg. Diese sollte auch im 4. Satz dominieren, um einem Tiebreak zu entgehen. Bis zur Mitte des Satzes gelang das nur bedingt. Zwar führten die Gäste aus Suhl von Beginn an, brachte sich aber immer wieder durch unnötige Inkonsequenz im Angriffsabschluss um den eigene Lohn. Was dann geschah machte das Suhler Trainergespann sprachlos. Sieben Angriffsversuche blieben trotz sehr guter Annahme und variablem Spielaufbau ungenutzt und brachten Schmalkalden 22:15 in Front. Als Claudia Schriever zum Aufschlag ging braucht es schon ein kleines Wunder. Mit 10 Punkten infolge drehte Suhl durch jetzt fehlerfreies Spiel und unbeeindruckt von 2 Auszeiten der Gastgeberinnen den Satz. Beim 25:22 Satz- und damit 3:1 Spielerfolg kannte die Freude der Gäste keine Grenzen mehr.

Sichtlich zufrieden und erfreut über den Auswärtssieg zollte Suhl den tapfer kämpfenden Gastgeberinnen Respekt. "Am Ende setzte sich unsere Klasse durch", resümierte Trainer Fritsch nüchtern und ergänzte lobend: "Es freut mich, dass sich die Mannschaft für die harte Arbeit im Training belohnt hat und heute sehr gut zusammen gefunden hat. Das macht Mut auf die ausstehenden Spiele dieses Jahr." Diese werden wohl nicht leichter. Zu einer echten Standortbestimmung kommt es schon am kommenden Samstag. Mit Gotha (5.) und Volley Juniors (6.) empfangen unsere Mädels unmittelbare Tabellennachbar. Auch eine Woche später beim VSV in Jena ist alles offen, da der Aufsteiger mit 4 Siegen infolge wohl in der Liga angekommen ist. "Wir laden alle Eltern, Fans und Freude ein uns zu unterstützen." ermutigt Claudia Schriever und lockt ab 11 Uhr in die Aue.

Startaufstellung: S. Peter, F. Zastrow, C. Schriever, S. Conrad, M. Schröder, M. Oeltermann, A. Habelt; eingewechselt: K. Lenz, J. Becher, A. Uhlig