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Die erfolgreichen Heimspiele der Vorwoche sollten beim zweiten Heimspiel im November am vergangenen Samstag weiter Punkte auf dem Thüringenligakonto des VfB 91 Suhl folgen. Beim freitäglichen Abschlusstraining bekam dieses Unterfangen einen herben Dämpfer. Mit Kapitänin und Mittelblockerin Vanessa Vestner fiel eine wichtige Größe durch eine Sprunggelenksverletzung mehrere Wochen aus. So herrschte zwar große Freude über den umkämpften 3:0 Sieg gegen Sonneberg aber auch bittere Enttäuschung über die verpasste Chance bei 1:3 gegen SWE 3.

Für die verletzte Vestner rückte Schröder auf die erste Mitte und Nachwuchstalent Kälber in die erste Sechs. Diese Umstellungen wirkte mit deutlicher Verunsicherung auf das Suhler Spiel. So konnte Sonneberg stets in Front gut mithalten. Bei 23:23 gelang der Ausgleich und zwang die Gäste zur Auszeit. Die half nix und Suhl bekam den ersten Satzball, welcher ungenutzt blieb. Keins der beiden Teams vermochte den finalen Punkt zu setzen, wobei beide mehrfach die Chance genossen. Drei der sechs Satzbälle wurden unnötig mit Fehlaufschlag verschenkt, wobei mit großer Moral drei für Sonneberg abgewehrt wurden. Nach 37 Minuten gelang durch einen hart abgeschlossenen schnellen Außenangriff von Interimskapitänin Claudia Schriever der erlösenden 34:32! Satzgewinn. Der zweite Satz glich dem Ersten. Unnötige eigene Fehler vor allem im Suhler Aufschlag bescherte Sonneberg Führungen. Mitte des Satzes übernahm Peter für Eberhard die Regie im Spielaufbau und mit ihr gelang beim 21:21 erstmals der Ausgleich, wobei Sonneberg im Vorteil blieb. Mit dem ersten Satzball zum 25:23 nutze Suhl diesmal die Chance eiskalt und ging 2:0 in Führung. Die hohe Moral zwang die Gäste zunehmend in die Knie, was zu kontrollierteren Spielständen führte. Ab der Mitte des Satzes war der Bann gebrochen und Suhl zog davon. Mit 25:18 ging der Satz und damit das Spiel 3:0 an Suhl und drei Punkte flossen auf die Habenseite der Hausherrinnen.

Die Pflicht galt als erfüllt und gegen den Tabellenführer von SWE 3 sollte die Kür folgen. Dezimiert durch einige Ausfälle bei den Gästen kam auf Suhler Seite berechtigte Hoffnung auf. Doch die hohe Eigenfehlerquote machte der Hoffnung und Chance einen Strich durch die Rechnung. Im ersten Satz setzte den Suhlerinnen dann auch noch die Sonne zu, welche die bis dahin gute Abwehr und Annahme schwächte. 16:25 war der ernüchternde Satzverlust. Umso schöner der Start des Zweiten. Jetzt hatten die Gäste die Sichtprobleme, welche zunehmend in Unmut und damit Bruch des Gästespiels münzte. Mit 25:15 glich Suhl aus und hielt das Spiel wieder offen. Leider summierten sich zu den Aufschlagfehlern nun auch noch Pech im Angriff und Unsicherheit im Spielaufbau. Mit 5:15 und 7:17 schien der Satz gelaufen. Doch hier griff wieder die hohe Moral dieses Spieltages. Leider zu spät, den der Rückstand war zu groß. Mit 22:25 fiel der Satz noch achtbar eng aus. Schnell wurde im vierten jede Hoffnung im Keim erstickt als zu allem Überfluss nun auch durch lange Ballwechsel Kräfte schwanden. Mit 14:25 war der Satz klar und das Spiel 1:3 verloren.

"Da war mehr drin," fasste der Trainer Mathias Fritsch enttäuscht zusammen, lobte aber vor allem die Moral der tapferen Suhlerinnen. "Wir haben nahezu alle langen Ballwechsel gewonnen und mit dieser großen kämpferischen Einstellung unsere hohe Fehlerquote kompensieren können. Dass das Kraft kostet, war ein entscheidender Vorteil des Spitzenreiters. Schade." Für Vestner wird es sicher erst ab Januar wieder auf dem Parkett weiter gehen. In den nächsten zwei Wochen wollen die Suhlerinnen nun im Training an der eigene Sicherheit arbeiten um zu ungewohnter Anpfiffzeit am Freitag, 22. November 19 Uhr bei den routinierten Blau-Weißen aus Gebesee im Einzelspiel zu bestehen.