Artikel

Die Reise zur zweiten Punktspielaufgabe führte die "Zweite" des VfB 91 Suhl am vergangenen Samstag nach Gera. Nach der "traditionellen" Auftaktniederlage in Jena sollte ein Erfolgserlebnis die Suhler Talente schnell wieder in die Spur bringen. Doch war man gewarnt durch den sehr guten Auftakt der Reserve des Geraer VC. Mit einer Berg- und Talfahrt strapazierte das Spiel in Gera zwar die Nerven aller Suhler, aber der Erfolg gelang. Durch den 3:2 Auswärtssieg konnten erste Punkte auf der Habenseite verbucht werden.

Nach dem Auftaktsieg der Gastgeberinnen gegen den Aufsteiger aus Nordhausen konnte 13:17 Uhr das zweite Spiel in der noch jungen Saison der VfBlerinnen starten. Spannend und umkämpft waren die Begegnungen der beiden Teams in den letzten Jahren, was sich auch an diesem Tag wieder zeigen sollte. Nach dem ersten Abtasten konnte sich Mitte des 1. Satzes Suhl mit erhöhtem Druck im Aufschlag durch Eberhard, Schriever und Vestner eine 5-Punkte-Führung erspielen, die bis zum Satzende ausgebaut wurde und zum ungefährdeten 25:18 Satzgewinn führte. Der 2. Satz begann mit einem Aufschlagfehler der Suhlerinnen und besiegelte den ersten Rückstand. Unerklärlicherweise blieben die Gäste verunsichert und taumelten stets dem Rückstand hinterher. Jegliche Versuche von der Bank brachten keine Sicherheit ins Spiel und der Satzausgleich mit 16:25 viel sehr deutlich aus. "Ein 3:0 wäre auch viel zu schnell gewesen", kommentierte Frank Haedicke beim Satzwechsel den Ausgleich seiner Geraerinnen. Der 3. Satz schloss sich leider zu Beginn nahtlos an den vergangenen an, was schnell zu Rückständen führte. Mit dem Mute der Verzweiflung brachte Oeltermann die unsicher auftretenden Gäste nach 7-Punkte-Rückstand wieder ins Spiel. Doch zwei, drei vermeidbar Fehler der Suhlerinnen wussten die erfahrenen Geraerinnen auszunutzen und gingen mit dem 25:20 Satzgewinn 2:1 in Führung. Mit besserem Start im 4. Satz und klugem Wechselspiel konnte bei 4:2 Maxi Eberhard mit einer Aufschlagserie die Blockade der Verunsicherung lösen. Klar in Führung gelang wieder mehr bei den Gästen. Die erneute Serie von Eberhard brach den Widerstand der Hausherrinnen endgültig und mit deutlichem 25:12 glich Suhl aus. "Wir spielen doch immer Tiebreak gegeneinander", machte Co-Trainer Tim Berks der Mannschaft vom Domberg Mut für den Entscheidungssatz. Es gelang! Während bis zum 3:3 keiner zu viel Risiko gehen wollte, erwies sich der Einsatz des Jungtalents Fabia Zastrow als Glücksgriff. Mit unbekümmertem Aufschlag und kämpferischem Einsatz der gesamten Mannschaft gelang Punkt um Punkt. Satzwechsel und Auszeit konnten die Gäste nicht mehr stoppen. Umso klarer viel der 15:5 Satz- und damit 3:2 Spielerfolg aus.

Nach neuer Punkteregel entführte Suhl durch den Sieg zwei Punkte aus Gera, welche ihrerseits durch den Einzug in den 5. Satz mit einem Punkt belohnt wurden. "Auf- und ab, Berg und Tal...das ist Volleyball", freute sich Trainer Mathias Fritsch über den am Ende ungefährdeten Auswärtssieg. "Es fehlt noch an Konstanz, weswegen heute die Wechselmöglichkeiten den Sieg brachten." So fällt das Resümee des Suhler Trainerteams aus und gibt damit die Richtung für die nächsten Trainingseinheiten und Spiele vor. Unter Beweis stellen muss das Team um Kapitänin Vanessa Vestner dies schon am kommenden Samstag. Im östlichsten Zipfel von Thüringen wollen die Dombergstädterinnen in der Spur bleiben und sich bei der wohl längste Auswärtsfahrt der Saison selbst belohnen. Wenn 13 Uhr in Altenburger Wenzelhalle angepfiffen wird, soll das Suhler Spiel wieder begeistern und den Erfolg bringen.