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Viertes Jahr Thüringenliga, viertes Mal Saisonstart beim USV Jena und zum vierten Mal kein Auftaktsieg. "Da war mehr drin", musste Trainer Mathias Fritsch zum wiederholten Male in Jena feststellen. Wie schon in den letzten 3 Spielzeiten startete die Zweite des VfB bei den Universitätsstädterinnen in die Thüringenligasaison. Und wie schon in den letzten beiden Jahren reiste das Team dezimiert an und konstatierte, dass bei optimaleren Bedingungen mehr als die 1:3 Niederlage möglich gewesen wäre.

Doch zurück zum Spiel. 13 Uhr begann Claudia Schriever mit dem 1. Aufschlag in der Thüringenliga für die Suhler Talente. Schnell fand der Gastgeber ins Spiel und Suhl taumelte sich von Aktion zu Aktion. Eher umständlich bauten die Gäste ihr Spiel auf und schlossen ängstlich ab, sodass die Spielerinnen um Neu-Kapitänin Vanessa Vestner früh in Rückstand gerieten. Mit 16:25 ging der 1. Satz klar an Jena. Auch das war nicht neu zu Saisonbeginn, was dafür sorgte, dass Suhl den Ersten abhakte um besser in den Zweiten Satz zu kommen. Mutiger im Aufschlag und sicherer in Annahme agierten die Gäste, was zu zahlreichen Punktgewinnen führte. Bei 20:14 Satzführung kam die Jenaer Kapitänin an den Aufschlag und faste sich ein Herz, um sich gegen die Satzniederlage zu stemmen. Es gelang zunehmend. Nach Annahmeunsicherheiten und mangelndem Angriffserfolg gelang bei Suhl nix mehr. Völlig verunsichert ging ein sicher geglaubter Satz mit 21:25 doch noch verloren. Mit neuem Mut und veränderter Aufstellung sollte es nun im dritten Satz klappen. Auf Augenhöhe agierend, entwickelte sich ein offener Schlagabtausch, bei dem Suhl stets in Front lag. Diesmal gelang es bis zum Ende konsequent, mutig und kontrolliert das eigene Spiel durchzuziehen, was mit einem 25:23 Satzgewinn belohnt wurde. Diesen Schwung nahm Suhl zunächst im vierten Satz mit und kontrollierte das Spiel. Beim 13:12 aus Suhler Sicht kam wieder die Spielführerin des Gastgebers an den Aufschlag. Ihrer Position aller Ehre machend schlug sie wiederholt druckvoll auf. Die übers Spiel stabilisierte Annahme war in dieser Phase nicht das Problem, warum die Gäste vom Domberg ihren Rhythmus verloren. Glücklos und teilweise planlos gestaltet sich der Angriff, was bedauerlicherweise schnell zum klaren 16:25 Satz- und damit 1:3 Spielverlust führte.

"Unterm Strich bleibt viel Positives, bedenkt man, dass Spielerinnen neu integriert wurden, einige Position spontan neu besetzt wurden und einfach die Wechselmöglichkeiten fehlten." fasste ein nicht unzufriedener Trainer zusammen. "Es gilt nach vorn zu blicken und in den nächsten zwei Wochen daran zu arbeiten mehr Sicherheit ins eigene Spiel zu bringen." fokussiert Fritsch auf das nächste Auswärtsspiel am 5. Oktober in Gera. Die alten bekannten aus Ostthüringen führen die Tabelle an, was Suhl in eine Außenseiterrolle bringt. Außerdem ist Gera aufgrund der Hochwasserschäden zum Improvisieren gezwungen, was nicht ohne Ansetzungsänderungen einhergeht. Gespielt werden soll in der Sporthalle Trebnitzer Straße. Start ist bereits für 11 Uhr vorgesehen, damit die Sonne am späten Nachmittag nicht stört.