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b_150_100_16777215_00_images_nachwuchs_2011-2012_oberliga_2011-09-17_1.ps_ol.jpgAm Samstag, 17.09.11, startete die Oberligasaison für die Mädels der Dritten des VfB 91 in der heimischen Halle „Reinhard Heß“. Als Aufsteiger in der neuen Liga gibt es mit dem SV Fortuna Pößneck, Absteiger aus der Thüringenliga, sowie dem SV 1860 Oberweißbach, eine sehr erfahrene und eingespielte Mannschaft, sicherlich kaum eine schwerere Aufgabe zum Saisonbeginn zu lösen. Trotzdem wollten die Suhlerinnen mutig und engagiert auftreten und guten Volleyball bieten. Dass dies nicht immer gelingt, musste man am Samstag ansehen.

Bereits nach wenigen Bällen im ersten Spiel gegen Pößneck konnte man an der Körpersprache des Teams von Trainer Buchholz erkennen, dass der Start gründlich missraten war. Zu unkonzentriert sowie viel zu unpräzise im Spielaufbau machte man es dem Gegner leicht, das Punktekonto zu füllen. Nervös und phasenweise taktisch völlig ungeordnet gestaltete sich Satz Eins. Da halfen auch die Auszeiten und Ansprachen des Trainers nicht mehr, klar wurde mit 15:25 verloren. Dass es aber auch anders geht, bewies man im zweiten Satz, der lange offen und ausgeglichen gespielt wurde, beim 18:16 für den VfB III versagten aber dann doch die Nerven und der Satz wurde 18:25 verschenkt. Trotzdem angespornt durch die, bis dato, gute Satzleistung, erkämpften sich die jungen Suhlerinnen den dritten Satz furios mit 25:19, nicht nur weil der Gegner nachgelassen hatte, sondern durch eine weitere klare Leistungssteigerung, die konstant im Satz zu erkennen war. Im vierten Satz wirkte der Gast stellenweise entnervt vom nun gut spielenden VfB III, der im Satzfinish vor allem im Block das Nachsehen hatte und dadurch 22:25 - und das Spiel 1:3 - verlor, aber sich durchaus teuer verkauft hatte.

Das 2. Spiel gegen Oberweißbach ist genauso kurz beschrieben, wie es sich in den 3 Sätzen abgespielt hat. Die Dritte wirkt gedanklich nicht mehr frisch und will oder kann nicht mehr angreifen, wenn doch, dann nur über Position IV, wo schon der Oberweißbacher Doppelblock wartet und sich freut, dass die Suhlerinnen in 3 Sätzen kaum eine andere Möglichkeit zum Angriff nutzen. Nur noch selten werden im Suhler Spiel Eigenfehler vermieden. Kann man diese reduzieren, folgen lange und schön anzusehende Ballwechsel mit bis zu fünf oder sechs Angriffsschlägen pro Team, jedoch ist die Durchschlagskraft der VfB-Mädels während der Spielpause in der Kabine geblieben, so dass die Gäste nahezu jeden Ball leicht verteidigen können und ihn dann in die Suhler Hälfte donnern. Die individuelle Klasse der Oberweißbacher Außenangreiferinnen macht nicht nur den Unterschied, sondern vor allem die herben Satzniederlagen aus. 15:25, 19:25 und 13:25 muss man sich im 2. Spiel geschlagen geben. 
Trotzdem sollten sich die Oberliga-Mädels nicht entmutigen lassen, ist doch erst eine Runde der neuen Spielzeit vorbei und warten noch Gegner, die mit Sicherheit geschlagen werden können. Dass man durchaus das Potential hat, mit starken Teams mitzuhalten, war zu sehen und macht Lust auf mehr.

Somit heißt es: „Kopf hoch, Mädels!“, in 2 Wochen werden gegen Steinach und Weimar II die nächsten Punkte verteilt, vielleicht kann man sich dort größere Stücken vom Kuchen sichern. Ein Dank geht an die fleißigen Helfer, Eltern und Fans.

Es spielten: S. Blaufuß, L. Schöberlein, S. Peter, A. Eck, S. Conrad, V. Vestner, M. Oeltermann, J. Becher