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b_150_100_16777215_00_images_nachwuchs_2011-2012_thueringenliga_2012-02-18_15.ps_tl_suhl.jpgAm vorletzten Heimspieltag (18.02.11), an dem Zuspielerin J. Haspel ihren 18. Geburtstag feierte, gastierten die Volley Juniors Thüringen sowie die BSG Einheit Sömmerda in der Suhler Aue. Am Ende eines weniger optimalen Spieltages für die Zweite stand lediglich der 3:0 Erfolg gegen Sömmerda zu Buche, gegen die junge Auswahl Thüringens hatte man sich zuvor mit 1:3 geschlagen geben müssen.

Lediglich J. Seelig (Arbeit) fehlte den Suhlerinnen auf Außen, dafür rückte D. Pfannschmidt, die in dieser Saison bereits mit den Volley Juniors spielte und unter der Woche trainiert, in die Start-Sechs des VfB II. Dennoch merkte man den Südthüringerinnen an, dass die letzten 2 Wochenenden spielfrei waren. Nach einigen Abstimmungsproblemen kämpfte man sich aber dennoch in den Satz und konnte über 12:9 und 21:18 jeweils Dreipunkte-Führungen erspielen. Am Ende war man den Gästen überlegen und beendete den Satz 25:20. Begann der zweite Satz noch ausgeglichen, war in der Satzmitte eine desaströse Suhler Leistung Wegbereiter für den 13:20 Rückstand. Doch zeigte das Team eine ganz starke Moral und erkämpfte sich mit 22:22 den Ausgleich. Nachdem zwei gegnerische Satzbälle abgewehrt werden konnten, hatte man es selbst in der Hand diese unglaubliche Aufholjagd zu krönen. Doch die Équipe von Landestrainer Kirchhöfer gab sich nicht geschlagen. Nun wechselten die satzentscheidenden  Bälle je einmal hin und her bevor der Gast mit 29:27 das bessere Ende für sich verzeichnen konnte. Es hieß 1:1 nach Sätzen. Die Hoffnung, dass sich die Suhlerinnen trotz des bitteren Satzverlustes an dem hervorragenden Comeback hochziehen würden, wurde schnell genährt. Mit 16:12 lag man auf Kurs, doch dann verlor man vor allem in der Annahme den Faden und erschwerte geordnete Angriffe. Infolgedessen gab man Punkt für Punkt ab und lag nach dem 21:25 nun einen Satz im Hintertreffen. Satz 4 ist dann ein ständiges Hinterherlaufen der eigenen Fähigkeiten und dem gegnerischen Vorsprung. Am Ende verliert die Zweite nicht nur Satz, sondern auch Spiel mit 1:3. Dabei liegen die Ursachen klar auf der Hand: Man hat sich im Verlauf des Spiels zu keinem Zeitpunkt auf den Gegner einstellen können. Paradebeispiel sind hierfür die zahlreichen Punkte per Zuspielfinte, die selbst im vierten Satz den VfB völlig überrumpelten. Kritik muss diesmal auch an der sonst stabilen Annahme geübt werden, trotz der sicherlich aggressiven Aufschläge hat der Annahmeriegel der Zweiten weitaus besser Tage erlebt, als jenen Samstag. Hinzu kommt, dass die Außenspielerinnen auch im Angriff ihrer Verantwortung nicht gerecht werden konnten. Vor allem in langen Ballwechseln agierte man zu mutlos, um den Kill zu setzen. Natürlich hatte der Gegner auch insgesamt das Glück auf seiner Seite – aber das war das verdiente Glück des Tüchtigeren gewesen. Zu guter Letzt muss man konstatieren, dass die Spielerinnen nicht die individuelle Leistung haben abrufen können, die man gewohnt ist respektive zu der man fähig ist. In Summe machen diese Faktoren eine absolute berechtigte, wenn auch nicht eingeplante Niederlage aus.

Das Spiel gegen den Tabellenvorletzten aus Sömmerda dagegen ist schnell aufgearbeitet. In Satz Eins haderten die Suhlerinnen noch mit der Leistung und dem Ergebnis des vorherigen Spiels und bieten eine fade Leistung. Gegen einen in allen Spielelementen schwächeren Gegner wird kaum agiert, nur abgewartet und beinahe lustlos alles gemacht außer Volleyball. Erst zum Satzende kann man das eigene Spiel aufziehen und bekommt somit noch rechtzeitig die Kurve – 25:17. Die Leistung und vor allem die Spielfreude bessern sich in den beiden folgenden Sätzen allmählich. Schon allein mit dem gewohnt guten Aufschlagsspiel kann man dem Gegner in Schach halten. Dominant werden die Sätze 2 und 3 Sätze ungefährdet jeweils 25:15 gewonnen. Dabei beendet Geburtstagskind Haspel mit einem sehenswerten Block den Suhler Spieltag.

Trotz aller Kritik muss man sagen, dass die Mannschaft dennoch zu dem Besten gehört, was die Liga zu bieten hat. Schlechte Tage gehören zum Sport wie zum Leben dazu. Leider hatte man diesen an jenem Spieltag im Kollektiv. Solche Niederlagen muss man auch auf Grund mangelnder Alternativen akzeptieren. Dass jede Spielerin in die Partie geht und gewinnen will, steht selbstverständlich außer Frage, aber das Match gegen Erfurt hat gezeigt, dass manchmal mehr als nur 100% von Nöten ist. Auf Grund der Tabellensituation und der bisherigen Saisonleistung ist es einfach nur richtig, wenn man mit „nur“ 2 Punkten aus diesem Heimspieltag unzufrieden ist. Die Chance auf volle Ausbeute hat das Team von Trainer Fritsch bereits nächstes Wochenende, beim letzten Heimspiel der Saison gegen Gera und Sömmerda. Ein Dank geht wieder an die Unterstützung durch Eltern, Freunde und Fans, auf die auch am 25.02. gebaut wird.

Es spielten: S. Menz, M. Eberhard, L. Schmidt, C. Schriever, E. Maschke, A. Habelt, J. Haspel, K. Lenz, D. Pfannschmidt