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b_150_100_16777215_00_images_nachwuchs_2011-2012_thueringenliga_2012-01-28_14.ps_tl.jpgAm 28.01.2012 gastierte die zweite Mannschaft des VfB zur absoluten Spitzenpaarung des Spieltages in Erfurt beim SWE Volley Team III (1. Platz), zusätzlich war der USV Jena (2. Platz) angereist und komplettierte das Highlight an diesem Tag. Für die Suhlerinnen ging es diesmal ungewohnt früh in die Landeshauptstadt, damit pünktlich um 10 Uhr der erste Aufschlag erfolgen konnte. Ziel des Teams von Trainer Fritsch, als Tabellenvierter nur in der  Außenseiterrolle, war es, den Ligaprimus um die bundesligaerfahrenen Spielerinnen wie Alke Nagel (ehem. VfB Suhl) und Peggy Fauß (Erfurt) in jeder Situation zu fordern und mit viel Selbstbewusstsein und Mut zu ärgern.

Im ersten Satz gelang dies nur teilweise. Mit zu vielen Fehlern im Aufschlag und Angriff konnte Mitte des Satzes mit den Gastgeberinnen nicht mehr mitgehalten werden, der anfängliche Schwung im Spiel verpuffte trotz guter Annahme zunehmend und Satz eins ging mit 18:25 verloren. Satz zwei entwickelte sich im Verlauf ähnlich wie der erste Satz, unglücklicherweise erwies sich das Schiedsgericht aus Jena auch hier wieder als unberechenbare Drittvariable in der Partie und entschied die strittigen Situationen, wie bereits im ersten Satz, zu Ungunsten der Südthüringerinnen. Somit konnte Erfurt im Satzfinish mit Vorsprung und Erfahrung den 2:0 Satzgewinn - 25:16 -  perfekt machen.
Doch die Suhlerinnen wollten sich nicht so leicht geschlagen geben. Nun mit dem Mute der Verzweiflung und der nötigen Portion Wut im Bauch agierte man mit dem Ligaprimus auf Augenhöhe. Phasenweise konnte der dritte Satz sogar dominiert und somit Punkt um Punkt gewonnen werden. Die variabel vorgetragenen Angriffe des VfB brachten Erfurt oft in Verlegenheit und absolut verdient konnte der dritte Satz mit 25:18 gewonnnen werden. es hieß nur noch 1:2 aus Suhler Sicht. Somit hatte man immerhin schon einen Satz mehr gespielt, als den Erfurterinnen lieb war. Der vierte Satz begann für die jungen Suhlerinnen genauso gut, wie der vorherige endete. Mit 13:7 keimte schon große Hoffnung auf einen möglichen Tiebreak bei allen Beteiligten auf. Mit Einsatz und Stimmung „bis zum Überschlag“ kämpfte man tapfer um jeden Ball, was auch kleinere Blessuren nach sich zog. Leidenschaft und Einsatzwille stimmte auf beiden Seiten. Mit langen und spektakulären Ballwechseln wurde allen Zuschauern ein packendes und spannendes Spiel geboten. Am Ende reichte es jedoch nicht ganz für den VfB. Kleinere Undiszipliniertheiten in Block und Feldabwehr wurden konsequent bestraft und führten zum knappen 22:25 Satz- und Spielverlust. Dennoch war Trainer Fritsch über die gezeigte Leistung keineswegs enttäuscht und lobte sein Team für das couragierte Auftreten bei der sicherlich höchsten Auswärtshürde der gesamten Liga. Dass auch andere Spitzenmannschaften in Erfurt nicht punkten, zeigte die 1:3 Niederlage von Jena.

In der Tat ist diese Partie des VfB II eine sehr gute gewesen, alle Spielerinnen zogen an einem Strang und versuchten auf ihrer Position das Optimale zu erreichen. Besonders in der Annahme zeigte sich Libera L. Schmidt sehr gut aufgelegt und die Mittelblockerinnen angriffs- und blockstark. Ruft man in den verbleibenden Spielen eine ähnlich gute Leistung ab, sollten mit Sicherheit weitere Punkte ihren Weg auf das Suhler Punktekonto finden.

Zunächst pausiert die Thüringenliga jedoch für die nächsten 2 Wochenenden, in denen aber unter der Woche intensiv im Training die Schlussphase der Saison vorbereitet wird. Alle Fans und Interessierten sollten sich im Februar den 18.02. und 25.02. vormerken, da an beiden Tagen die letzten Heimspiele der Zweiten in heimischer Halle ausgetragen werden.

Es spielten: J. Seelig, S. Menz, M. Eberhard, L. Schmidt, C. Schriever, E. Maschke, A. Habelt, J. Haspel, D. Pfannschmidt