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b_150_100_16777215_00_images_nachwuchs_2011-2012_thueringenliga_2012-01-14_12.ps_tl.jpgNach dem Auswärtssieg in Schmalkalden wollten am 14.01.2012 die Spielerinnen der Zweiten in heimischer Halle das nächste Topteam schlagen und bauten auf die Unterstützung von Eltern und Fans sowie den damit verbundenen Heimvorteil. 11 Uhr ging es beim Topspiel des Tages gegen den Tabellendritten vom USV Jena. Des Weiteren gastierte der Tabellenletzte aus Ilmenau in Suhl, 2 aus 4 Punkten waren also Pflicht.

Bereits gegen Gebesee und jüngst in Schmalkalden bewies man, dass Suhler Siege gegen Top-Vier der Liga möglich sind. Gegen die fast in Optimalbesetzung angereisten Jenaerinnen gelang ein guter Start ins Spiel, mit konzentriert vorgetragenen Angriffen und vor allem durch Druck im Aufschlag hielt man die Gäste in Schach. Im Verlauf des Satzes jedoch wurde der Vorsprung kleiner und kleiner, da Jena nun vor allem die Eigenfehler im Aufschlag in viele schnelle Punkte umwandeln konnte, am Ende zeigten die VfB-lerinnen aber keine Nerven und gewannen 25:23. Der zweite Satz war ebenso spannend und ausgeglichen wie Satz Eins. Doch hier konnten sich die USV-Damen am Ende mit knappem Vorsprung 25:22 durchsetzen. Wer nun auf einen erneuten Suhler Satzgewinn hoffte, wurde schnell enttäuscht. Zu viele Unkonzentriertheiten und Fehler erlaubten sich die Gastgeberinnen, nur schwer konnten eigene Angriffe vorbereitet werden. Jena nutzte solche Schwächen konsequent aus und ging durch das 25:15 verdient 2:1 nach Sätzen in Führung. Doch genauso schwach wie sich der VfB im 3. Satz zeigte, so stark und spielfreudig kam man im Vierten aufs Feld zurück. Angriffslustig und mit Wut über den klaren vorangegangenen Satz schmetterte man dem USV die Bälle um die Ohren. Am Ende hieß es 25:12 für Suhl, Jena konnte zufrieden sein, zweistellig gepunktet zu haben. Es hieß 2:2 und somit musste wie eine Woche zuvor der Tiebreak die Partie entscheiden. Im Entscheidungssatz entwickelte sich ein spannendes und dramatisches Spiel. Beide Teams warfen alles in die Waagschale und wollten die 2 Punkte für das Tabellenkonto erkämpfen. Doch keiner hatte die Entscheidungen des Referees aus Ilmenau auf dem Zettel, der alle strittigen Entscheidungen zu Ungunsten des VfB Suhl fällte. 3 Punkte in Folge wurden an Jena „geschenkt“, die in der Endphase einen leichten Vorteil hatten. Nichtsdestoweniger waren es die Mädels der Zweiten am Ende selbst, welche die entscheidenden Fehler machten. Ärgerlicherweise waren es gerade die erfahrensten Spielerinnen auf dem Feld, die die Punkte in Annahme und Angriff verloren. Somit endete ein klasse Match 2:3 aus Suhler Sicht. Trotz des Lobes und der Anerkennung des Gegners war man natürlich mehr als unglücklich über das verlorene Spiel, hätte man doch lieber die Punkte in Suhl behalten.

Wenigstens die 2 Punkte gegen das Tabellenschlusslicht aus Ilmenau sollten eingefahren werden, doch früh im ersten Satz wurde festgestellt, dass alle Partien erst einmal gespielt werden müssen, bevor man mit den Punkten plant. Die Start-Sechs des VfB etwas verändert, fand man nur schwer in den Satz. In den eigenen Aktionen fehlten jegliche Spannung und Biss. Erst zum Ende des Satzes konnte dominant agiert werden und der Satz war mit 25:22 gesichert. In den beiden folgenden Sätzen war man dann aber wieder von Beginn an bei der Sache, ungefährdet und klar konnte mit 25:19 und 25:13 der 3:0 Erfolg eingefahren werden. Im letzten Satz konnte Trainer Mathias Fritsch bereits einige Varianten für das nächste Auswärtsspiel in Gotha ausprobieren und war mit der Vorstellung zufrieden, klagte aber nach dem anstrengenden Spieltag über kleinere Blessuren bei K. Lenz und D. Pfannschmidt, die hoffentlich am kommenden Samstag wieder zur Verfügung stehen werden. Dann will man beim Aufsteiger vom VC Gotha weitere zwei Auswärtspunkte einfahren, um die Teams an der Tabellenspitze weiter unter Druck setzen zu können.

Ein Dank geht an alle, die unsere Zweite am Wochenende unterstützt haben.

Es spielten: J. Seelig, M. Eberhard, L. Schmidt, C. Schriever, E. Maschke, A. Habelt, J. Haspel, K. Lenz, D. Pfanschmidt