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b_150_100_16777215_00_images_nachwuchs_2011-2012_thueringenliga_2011-11-12_7.ps_tl.jpgEinen Tag nach Beginn der närrischen Zeit ging die Reise der 2. Mannschaft des VfB 91 Suhl nach Sonneberg. Beim Oberligameister und Aufsteiger der vergangenen Spielzeit galt es konzentriert das eigene Spiel zu gestalten. Anfänglich gelang dies auch. Am Ende etwas glücklich, aber sicher nicht unverdient, landeten die 2 Punkte nach umkämpftem 3:2 auf der Habenseite des VfB.

15 Uhr begann die Begegnung in der Lohau-Halle zu Sonneberg. Beflügelt vom 3:0-Auftaktsieg gegen Gera startete Sonneberg furios. Sowohl in Satz eins als auch in Satz zwei erwischte der Gastgeber den besseren Start und führte stets zu Beginn der Sätze. Besonnen und kontrolliert fanden die Gäste aus Suhl ins eigene Spiel, glichen zur Mitte des Satzes aus und zogen im Satzfinale davon. Mit 25:16 und 25:18 konnten deutliche Satzgewinne verbucht werden. Der dritte Satz sollte so nur noch Formsache sein. Anfänglich verlief er auch kontrolliert mit ständigem Vorsprung für Suhl. Durch Suhler Inkonsequenz im Abschluss  und mit dem Mute der Verzweiflung kämpfte sich der Gastgeber wieder ran und glich beim 23:23 erstmals aus. Der 1. Matchball bei 24:23 blieb ungenutzt, was, angeheizt durch die Fans, die Sonnebergerinnen bestraften. Mit 24:26 für Sonneberg verkürzten sie auf 1:2. Verunsicherung bei Suhl und Hoffnung bei Sonneberg prägten den vierten Satz, so dass, stets in Führung, Sonneberg mit 25:23 nach Sätzen ausgleichen konnte. Der Tiebreak musste entscheiden. Das tat er auch und er verlief nervenaufreibend. Schnell in Führung erwischten die Gastgeberinnen den besseren Start. Mit lautstarker Unterstützung und aufopferungsvollem Kampf gelang der Seitenwechsel mit 8:5 Führung für Sonneberg. Mit starken Nerven und platzierten Angriffen kämpfte sich Suhl zurück. Die Führung wog hin und her. Bei 14:13 der 1. Matchball für Sonneberg. Die Halle tobte! Aber auch dieser blieb ungenutzt, was Suhl diesmal gnadenlos bestrafte und mit 16:14 den Tiebreak und damit 3:2 gewann.

Die Freude über die glücklichen Auswärtspunkte gepaart mit dem Respekt für die aufopferungsvolle Leistung beendete ein langes Spiel. Es bleibt der Erfolg und die Erkenntnis, dass Geduld eine Tugend ist und auch im Volleyball immer wieder ihren Platz findet. Das Level hochzuhalten gilt es für die Spielerinnen des VfB, denn schon am kommenden Samstag geht die Reise ans andere Ende des Bundeslandes. In Altenburg wollen die Suhlerinnen erneut auf Punktejagd gehen und die Schmach vom Vorjahr (deutliche 0:3 Niederlage) wettmachen.

Es spielten: J. Seelig, S. Menz, M. Eberhard, L. Schmidt, C. Schriever, E. Mashcke, A. Habelt, J. Haspel, S. Schön